Warum leben denn die Gottlosen, werden alt, groß und stark?
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Darauf antwortete Eliphas, der Temaniter, und sprach:
Eure Denksprüche sind Aschensprüche, und eure Schutzwehren sind von Lehm.
Unter ihm werden seine Wurzeln verdorren und über ihm seine Zweige verwelken.
Gott hat mich den Buben preisgegeben und den Händen der Gottlosen überliefert.
Und über einem solchen tust du deine Augen auf und gehst mit mir ins Gericht?
Treibt man nicht Gespött mit mir und muß nicht mein Auge auf ihren bittren Mienen weilen?
Bist du der Erstgeborene der Menschen, und warest du vor den Hügeln da?
Wenn seine Wurzel in der Erde auch alt wird und sein Stumpf im Staub erstirbt,
O daß ihr doch schweigen könntet, das würde euch als Weisheit angerechnet!
Du hast ihre Herzen der Einsicht verschlossen, darum wirst du sie nicht obsiegen lassen.
Ist das Böse noch so süß in seinem Munde, daß er es unter seiner Zunge birgt,
dann wirst du deiner Mühsal vergessen wie des Wassers, das vorübergeflossen ist;
so geht er doch, gleich seinem Kot, auf ewig unter, und die ihn gesehen, werden sagen: Wo ist er?
Mag auch ein Mann Gott etwas nützen? Es nützt ja der Verständige nur sich selbst.
Sein Zorn ist wider mich entbrannt, und er sieht mich an als seinen Feind.
Sein Fleisch empfindet nur seine eigenen Schmerzen, und seine Seele trauert nur über sich selbst!
Wendet euch zu mir und erstaunet und leget die Hand auf den Mund!
Denn er wird mit seinem Fuß im Netz verstrickt und wandelt auf Fallgruben dahin.
Soll ein Weiser mit windigem Wissen antworten und seinen Leib mit Ostwind füllen?
da ich doch erwarte, daß der Scheol meine Wohnung wird und ich mein Lager in der Finsternis aufschlagen muß;
sie tappen in Finsternis ohne Licht, er macht sie schwanken wie Trunkene.
Er enthüllt, was im Finstern verborgen liegt, und zieht den Todesschatten ans Licht.
Er vermehrt Völker, und er vernichtet sie; er breitet sie aus, und er führt sie weg.
Aber frage doch das Vieh, es wird dich belehren, und die Vögel des Himmels tun dir's kund.
Meine Freunde spotten meiner; aber mein Auge tränt zu Gott,
Richte ich meine Klage an einen Menschen? Und warum sollte ich nicht ungeduldig sein?
Du hast ihre Herzen der Einsicht verschlossen, darum wirst du sie nicht obsiegen lassen.
Von allen Seiten überfallen ihn Schrecknisse und verfolgen ihn auf Schritt und Tritt.
Man stößt ihn aus dem Licht in die Finsternis, er wird aus der Welt gejagt.