Man rief ihnen zu: «Fort mit euch, ihr seid unrein! Weg, weg, kommt uns nicht zu nah!» Wenn sie flohen und zu den Heiden wankten, sprach man: «Bleibt nicht länger hier!»
Scribe 17
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Sie wankten auf den Gassen wie Blinde und waren so mit Blut bespritzt, daß niemand ihre Kleider anrühren mochte.
um der Sünden willen ihrer Propheten, durch die Schuld ihrer Priester, welche in ihrer Mitte das Blut der Gerechten vergossen haben.
Die Könige der Erde hätten es nicht geglaubt und kein Bewohner des Erdkreises, daß der Feind, der sie belagerte, durch die Tore der Stadt Jerusalem einziehen würde
Der HERR ließ seine Zornglut ausbrennen, schüttete seinen grimmigen Zorn aus und zündete in Zion ein Feuer an, das seine Grundfesten verzehrte.
Die Hände barmherziger Frauen haben ihre eigenen Kinder gekocht; sie dienten ihnen zur Nahrung, beim Zusammenbruch der Tochter meines Volks.
Glücklicher waren die, welche das Schwert erschlug, als die, welche der Hunger tötete, welche vom Hunger durchbohrt dahinschmachteten, aus Mangel an Früchten des Feldes.
Jetzt aber sind sie schwärzer als Ruß, man erkennt sie nicht auf den Gassen; ihre Haut klebt an ihrem Gebein, sie sind so dürr wie Holz.
Ihre Fürsten waren glänzender als Schnee, weißer als Milch, ihr Leib war röter als Korallen, ihre Gestalt wie ein Saphir.
Denn die Schuld der Tochter meines Volkes war größer als die Sünde Sodoms, welches in einem Augenblick umgekehrt ward, ohne daß Menschenhände sich dabei abmühten!
Die sonst Leckerbissen aßen, verschmachten auf den Gassen; die auf Purpurlagern ruhten, sind jetzt froh über Misthaufen!
Den Säuglingen klebt vor Durst die Zunge am Gaumen; die Kindlein verlangen Brot, aber niemand bricht es ihnen.
Auch Schakale reichen die Brust, säugen ihre Jungen; aber die Tochter meines Volkes ist grausam geworden, wie die Strauße in der Wüste.
Wie sind die Kinder Zions, die teuren, die mit feinem Gold aufgewogenen, den irdenen Geschirren gleichgeachtet, dem Werke von Töpfershänden!
Wie ist das Gold geschwärzt, wie ist das köstliche Gold entstellt! Wie sind die Steine des Heiligtums an allen Straßenecken aufgeschüttet!
Lamentations 4
Verfolge sie in deinem Zorn und vertilge sie unter dem Himmel des HERRN hinweg!
Gib ihnen Verstockung ins Herz, dein Fluch komme über sie!
Vergilt ihnen, o HERR, nach dem Werk ihrer Hände!
Siehe doch: ob sie niedersitzen oder aufstehen, so bin ich ihr Spottlied.
die Reden meiner Widersacher und ihr beständiges Murmeln über mich.
du hast, o HERR, ihr Schmähen gehört, alle ihre Pläne gegen mich,
Du hast all ihre Rachgier gesehen, alle ihre Anschläge wider mich;
Du hast, o HERR, meine Unterdrückung gesehen; schaffe du mir Recht!
Du führtest, o Herr, die Sache meiner Seele, du rettetest mir das Leben!
Du nahtest dich mir des Tages, als ich dich anrief, du sprachest: Fürchte dich nicht!
Du hörtest meine Stimme: «Verschließe dein Ohr nicht vor meinem Seufzen, vor meinem Hilferuf!»
Aber ich rief, HERR, deinen Namen an, tief unten aus der Grube.
Die Wasser gingen über mein Haupt; ich sagte: Ich bin verloren!
sie wollten mich in der Grube ums Leben bringen und warfen Steine auf mich.