Gnadenbeweise des HERRN sind's, daß wir nicht gänzlich aufgerieben wurden, denn seine Barmherzigkeit ist nicht zu Ende;
Scribe 17
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Dieses aber will ich meinem Herzen vorhalten, darum will ich Hoffnung fassen:
Beständig denkt meine Seele daran und ist tief gebeugt!
Sei eingedenk meines Elends, meiner Verfolgung, des Wermuts und des Gifts!
Und ich sprach: Meine Lebenskraft ist dahin, meine Hoffnung auf den HERRN.
Und du hast meine Seele aus dem Frieden verstoßen, daß ich des Glückes vergaß.
Er ließ meine Zähne sich an Kies zerbeißen, er hat mich mit Asche bedeckt.
Er hat mich mit Bitterkeit gesättigt, mit Wermut getränkt.
Ich bin allem Volk zum Gelächter geworden, ihr Liedlein den ganzen Tag.
Er hat mir seines Köchers Söhne in die Nieren gejagt.
Er hat seinen Bogen gespannt und mich dem Pfeile zum Ziel gesetzt.
Er hat mich auf Abwege gebracht, ist über mich hergefallen und hat mich arg zugerichtet.
Er lauert mir auf wie ein Bär, wie ein Löwe im Dickicht.
Quadersteine legt er mir in den Weg, krümmt meine Pfade.
Ob ich auch schreie und rufe, verstopft er doch die Ohren vor meinem Gebet.
Er hat mich eingemauert, daß ich nicht herauskommen kann; mit ehernen Ketten hat er mich beschwert.
In dunkeln Höhlen läßt er mich wohnen wie längst Verstorbene.
Er hat rings um mich her Gift und Drangsal aufgebaut.
Er hat mein Fleisch und meine Haut verschlungen und meine Knochen zermalmt.
Nur gegen mich kehrt er immer wieder den ganzen Tag seine Hand.
Mich hat er verjagt und in die Finsternis geführt und nicht ans Licht.
Ich bin der Mann, der tief gebeugt worden ist durch die Rute seines Zorns.
Lamentations 3
Wie zu einem Festtage hast du alles, was ich fürchtete, von allen Seiten zusammengerufen, und es ist am Tage des Zornes des HERRN niemand entronnen noch übriggeblieben; was ich gepflegt und großgezogen hatte, das vertilgte mein Feind!
Junge und Alte liegen draußen auf der Erde; meine Jungfrauen und meine Jünglinge sind durch das Schwert gefallen; du hast sie am Tage deines grimmigen Zornes erwürgt, du hast sie schonungslos niedergemacht!
HERR, schaue her und siehe: Wem hast du also getan? Sollten denn Frauen ihre eigene Leibesfrucht essen, die Kindlein ihrer Pflege? Sollten wirklich Priester und Propheten im Heiligtum des Herrn erschlagen werden?
Stehe auf und klage des Nachts, beim Beginn der Wachen! Schütte dein Herz wie Wasser aus vor dem Angesicht des Herrn! Hebe deine Hände zu ihm empor für die Seele deiner Kindlein, die an allen Straßenecken vor Hunger verschmachten!
Ihr Herz schreie zum Herrn! Du Mauer der Tochter Zion, laß Tag und Nacht Tränenströme fließen, gönne dir keine Ruhe, dein Augapfel raste nicht!
Der HERR hat vollbracht, was er sich vorgenommen; er hat seine Drohung ausgeführt, die er von alters her hat verkündigen lassen; er hat schonungslos zerstört; er hat den Feind über dich frohlocken lassen und das Horn deiner Widersacher erhöht.
Alle deine Feinde sperren ihr Maul gegen dich auf, zischen und knirschen mit den Zähnen und sagen: «Jetzt haben wir sie vertilgt! Das ist der Tag, auf den wir hofften, wir haben ihn erlebt und gesehen!»